demokratrick

Demokratrick


Demokratie ist die Herrschaft des Volks. Wir haben lange und hart für sie kämpfen müssen. In ihr geht es allen besser und wir lassen sie uns nicht mehr wegnehmen.
Jeder Bürger hat denselben Einfluss durch seine Stimme. Und seine Stimme wird gehört. Es ist die Pflicht jedes Bürgers die Demokratie mit allen Mitteln gegen alle Gefahren zu verteidigen.

Metallica One: http://logr.org/ref/?http://www.youtube.com/watch?v=EzgGTTtR0kc


Ja, ja.
Alle Herrschaftssysteme lehren ihren Untertanen, dass sie das beste und größte und die anderen unsagbar schlimm seien. Von da her also nichts Ungewöhnliches. Und natürlich ist es die moralische Pficht jedes Untertans das System zu verteidigen.
Er hat auch sonst gerade nichts Wichtigeres zu tun. Der Demokrat darf sich in seinem Gehorsam jedoch besonders frei fühlen. Will man ihm doch scheinbar seinen Einfluss wegnehmen.

Ich werde hier nicht alles wiederholen was in den Protokollen steht. Der Leser wird sie schon kennen.pMir geht es um einige Dinge, die ich immer wieder erlebe aber in Diskussionen über Demokratie vermisse.
Der Bürger wird als eine Art Wahlroboter dargestellt. Es wird ausgiebig über seinen angeblichen Einfluss auf die Demokratie geredet aber der Einfluss der Demokratie auf den Bürger findet keine Beachtung. Da wir und unsere Mitmenschen unter dieser Regierungsform leben (müssen), sollten wir uns diesem wenigstens ein bisschen bewusst werden.
Auch die Herrschenden werden als eine Art Maschine gesehen, die nur durch die Zwänge des Systems davon abgehalten werden kann, ihre ganze Macht zur Befriedigung ihrer Gelüste einzusetzen. Hofexesse und Klimbim sind durch Hollywood anschaulich.

So stechen bei den üblichen Rechtfertigungen für die herausgehobene Stellung der Demokratie für mich zwei Annahmen besonders hervor:
1. Herrscher sind selbstsüchtige Logikmaschinen, die keine intrinsische positiven Einstellung und Bindung zum Volk haben können.
Über Optimierung dieser Eigenschaften braucht daher auch nicht nachgedacht zu werden. Stattdessen wird Wert auf systematische Kontrolle der Personen gelegt, die scheinbar herrschen.
2. Die Mehrheit der Bürger ist fähig und willens, sich, neben der täglichen Arbeit im marktwirtschaftlichen Wettbewerb, ausreichend über die gemeinschaftlichen Zusammenhänge, Probleme, Lösungsmöglichkeiten und Entwicklungen auf Stadt-, Landes-, Bundes-, Staatenbund- und internationaler Ebene neutral zu informieren, diese zu durchschauen und besser zu entscheiden als es durch jede andere Regierungsform getan würde.
In der Regel muss der Bürger Vertretern aus Presse und Politik Vertrauen schenken, um dieser Anforderung gerecht werden zu können. Das Vertrauen wird meist durch einen Wettbewerbsprozess begründet. (Wie groß ist der Anteil derer, die glauben, dass wir von den vertrauenswürdigsten Personen regiert und informiert werden? Das ist eine Frage über die nur die wenigsten gerne nachdenken. Wir sind uns doch irgendwo bewusst, dass wir belogen und betrogen werden.)
Es scheint sich dabei nicht um einen Wettbewerb um das Vertrauen zu handeln. Das Schlimme an der „der Wettbewerb regelt alles“ Mentalität ist, dass man gar nicht mehr überprüft, was der Wettbewerb wirklich regelt. Ist ja auch nicht nötig. Der wird das schon regeln. Da ist irgend so ein abstrakter allgemeinerer Wettbewerbsprozess, der hier automatisch zur Wahrheitseinhaltung führt. Abgesehen davon, dass er es nicht tut.
Der durchschnittliche Demokrat drückt sich mit dem Glauben an einem magischen Wettbewerbsprozess um eine Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Presse und Politik.
Mit dem Glauben, dass es in anderen Regierungsformen schlimmer sein müsse, lässt sich der Demokratieglaube noch für die restlichen Demokraten retten. Demokratie funktioniert nicht. Aber die anderen Regierungsformen sind schlimmer.
Toll! (Dann komme mir auch keiner mit den demokratischen Prinzipien, wenn die doch nicht funktionieren.)
Aber was bedeutet schlimmer?
Dass die Lügen leichter oder schwerer zu durchschauen sind?
Dass weniger erzählt oder dass mehr gelogen wird?
Dass mehr Wert auf Bürgerrechte gelegt wird oder dass besser zu erkennen ist, dass diese nur da eingehalten werden, wo sie nicht zu sehr stören?

Das kommt alles darauf an.
Der Frage nach der besten Regierungsform müsste die Frage nach den Kriterien vorausgehen.
Worin soll die Demokratie die beste Regierungsform sein?
In der Erfüllung des Bürgerwillens? (Bzgl. Anzahl oder Dringlichkeit?)
In der Gewährleistung von Lebensqualität? wirtschaftlichem Erfolg? Bürgerrechten? Sicherheit? …
Im Erhalt der Volksgemeinschaft?
Im Beherrschen von Fremdvölkern?

Den Handlungen der Putschisten und Kriegstreibern der letzen Jahre nach zu urteilen, würden diese die letzte Frage mit „ja“ beantworten. Hier entsteht zu uns ein Interessenskonflikt, weil wir nicht unbedingt von Fremden beherrscht werden wollen.
Da wir in dieser Regierungsform leben und das auch nicht ändern können, stellen sich die Fragen, warum sich Demokratie optimal zum Fremdherrschen eignet und wie wir unsere Freiheit und unseren Einfluss bestmöglich erweitern können. Eine unerhebliche Frage ist hingegen, ob die Demokratie unter anderen Umständen, die wir nicht erleben werden, für uns die beste Regierungsform (nach welchen Kriterien?) darstellen würde oder welche das sonst sein könnte. Darauf werde ich im weiteren nicht weiter eingehen.


Einen Mechanismus, den ich glaube bei einigen erkennen zu können, wollte ich „Demokratrick“ taufen. Ich habe mich dann aber entschlossen diesen Namen nicht an einem bestimmten Mechanismus zu binden. Das Wort ist zu anschaulich um andere Tricks der Demokratie davon auszuschließen. Trotzdem will ich den Vorgang hervorheben:

Der Bürger ist angeblich der Chef der Demokratie.
Einer von vielen. Einer von unvorstellbar vielen.
Das führt in der Regel zu einer zu hohen Erwartung an die eigene Einflussebene.
Zwischen Realität und Herrschaftsanspruch bzw. -pflicht besteht eine wesendliche Diskripanz.
Es bildet sich ein relativer Mangel an gefühltem Einfluss.
Hieraus entsteht ein Bedürfnis nach Selbstaufwertung, das nicht im tatsächlichen Einflussbereich gedeckt werden kann, weil der weit unterhalb des Niveaus liegt, das man erreichen muss und das man sich vorlügen will erreicht zu haben, wenn man diese Demokratie anerkennt.
Von Medien werden nebensächliche Themen aufgebläht und/oder unrealistische Probleme kreiert (Panikmache).
In dem Mangelzustand wird die Prioritätenverschiebung gerne angenommen.
Das politische System ist seinerseits manchmal bereit in Nebensächlichkeiten entgegenzukommen oder die panikerregende Bedrohung, die sowieso (noch) nicht ernsthaft umgesetzt werden sollte, aufzugeben oder zu verschieben.
Das Entgegenkommen führt zu einem Gefühl der Teilhabe an dem politischen Prozess und der Verantwortung für dessen Resultate.
Der Einflussbedürfnismangel lässt sich zeitweise reduzieren und die Einschätzung welche Probleme lösbar sind verschieben.
Das gefühlte Einflussgefälle gegenüber denen, die sich nicht auf das Spiel eingelassen haben, steigt an.
Dies, die aufkommende Kritik und die unterschiedliche Gewichtung der Probleme, wird die Gruppenzugehörigkeit erschweren.
Damit wird ein Übergang zu regelkonform-denkenden Gemeinschaften gefördert.

Von dem Prozess sind aktive Demokraten besonders betroffen.
Ich glaube aber, dass oft schon die bloße Vorstellung auf höherer Ebene regelkonform Einfluss auszuüben ausreicht, um Teile dieses Prozess im parteilich gespaltenen Volk in Gang zu setzen. Wenn polarisierende Themen gepusht werden, die dann im Volk heftig diskutiert werden, empfindet ein Teil des Volks den (wie auch immer zustande gekommenen) Weg der Regierung als Entgegenkommen und Bestätigung.
Besonders bei Regelstreitereien und Phrasen wie „nicht durchsetzbar“ oder „nicht politikfähig“ oder der Ablehnung von Autobahn werde ich hellhörig. Das können Anzeichen dafür sein, dass sich derjenige mental in die Rolle eines Politikers versetzt hat. Wenn Ernst und Otto am Stammtisch Probleme ungefähr so besprechen wie sie später unabhängig davon in der Politik umgesetzt werden, sollte sich die Wirkung auf sie im wesendlichen nur in ihrer Stärke davon unterscheiden, wie es gewesen wäre, wenn sie wirklich hätten mitbestimmen dürfen.
Talkshows fördern noch die Übereinstimmung zwischen Stammtisch und Bundespolitik.

Unter den total passiven Bürgern wird das nicht wirken. Ich glaube da hat ein großer Teil einfach auswendig gelernt, dass Demokratie toll ist oder ist dem Wettbewerbsmythos verfallen und lässt sich alleine deswegen schon bedingungslos regieren und passt sich selbst in Regel- und Normsystem ein. Ein weiterer Teil hat kapituliert. Solange kein Aktiver wahrnehmbar ist, der sie da rausstößt, werden sie so bleiben.


Angenommen Demokratie (Wahlen, Entscheidungsfindung, …) würde wirklich so funktionieren wie es gelehrt wird. Für sehr mächtige Menschen, von denen wir im parlamentarischen Fall kurzfristig annehmen, sie hätten keinen direkten Einfluss auf Präsidenten, entstünde die Notwendigkeit die Meinungen der Bürger in ihrem Sinne zu beeinflussen. (Im Gegensatz zu einem militärischer Tyrann, der sich kaum um die Gedanken seiner Untergebenen kümmern müsste. Selbst wenn der es wollte, würde geradezu zwangsläufig bei der Umsetzung geschlampt, da sie nicht notwendig ist, und somit mehrheitlich Lippenbekenntnisse erzeugt.) Wer in einer echten Demokratie herrscht, muss zwingend die Meinungen der Bürger so beeinflussen, dass sie akzeptieren was er will. Meinungsfreiheit ist eine Voraussetzung für Demokratie, im schulischen Sinne, die nicht garantiert sondern schlichtweg behauptet wird. Die meisten erkennen nicht einmal einen Widerspruch zwischen Theorie und Praxis, wenn gleichzeitig der „Kampf gegen Rechts“ vorangetrieben wird, fast jeder Bürger den größten Teil seiner Freizeit mit Massenmedien verbringt und sich Kindergärtner und Lehrer auf einen staatlichen Erziehungsauftrag berufen. Lässt sich der Konformitätsdruck und die politische Korrektheit (es steckt schon im Namen!) auf Arbeit, Schule, Uni, usw. überhaupt übersehen? Konzepte die als böse vorgegeben werden, werden weniger bis gar nicht mehr öffentlich positiv aufgegriffen. Das gibt unnötig (=freiwillige) Probleme auf dem Markt, schlechte Noten, schlechtere Chancen auf einen (Erhalt des) Arbeitsplatz oder mehr Demütigung beim Betteln müssen auf dem Amt.
Diese Demokratie, besonders die direkte, verschiebt die Notwendigkeit des Anlegens der Ketten an Händen und Füßen auf die Ketten im Kopf. Das unmittelbare Ziel eines Sklaven ist nicht die Plantage zu übernehmen, sondern seine Ketten loszuwerden. Die Demokratie verleitet dazu dieses Ziel zu vernachlässigen. Sie verleitet dazu es zu übersehen. Gestern war ich durch meine wertvolle Stimme irgendwie noch König von Deutschland und heute lebe ich in einem System, das ich niemals nennenswert beeinflussen werde und das mir Dinge aufzwingt, die weder ich noch mein Volk wollen. Was für eine unangenehme Vorstellung! Und wie erkläre ich das den anderen Königen des Landes?

Eine Konsequenz der Demokratie ist, dass der Bürger, sofern er an sie glaubt, Verantwortung für getroffene gesellschaftlich Entscheidungen übernimmt. Diese sind im parlamentarischen Fall sehr breit (Wahl zwischen Umweltfriedenüberfremdungspartei, Euromünzenkritischefachkräftemangelturbokapitalistischeeuropapartei nach kanadischem Vorbild, Partei bibeltreuer Christen, Partei der gesammelten-Werke-von-Karl-Marx-und-anderer-zufällig-jüdischer-Sozialrevolutionäre-treuer Atheisten, …).

Wie im dem Artikel zu Cialdini zu lesen ist https://genozidistbunt.wordpress.com/2013/12/09/buchempfehlung-cialdini-influence/ , kann das äußerst unerwünschte Auswirkungen auf das Selbstbild und die eigene Meinung haben. Es verändert aber auch das Bild, das wir von anderen haben. Wo man früher gemeinsam unzufrieden mit den Lebensbedingungen gewesen wäre, die einem aufgebürdet werden, ist man jetzt eher verfeindet, weil in irgendeiner angesagten, aber nebensächlichen, gesellschaftlichen Positionierung der Karl Heinz an einer anderen Stelle ein Kreuzchen machen würde als man selbst. Wahrgenommene, nebensächliche Probleme werden in einflußlosen Nachbarn personifiziert, die aus irgendeinem Grund in ihrer Einschätzung von der eigenen abweichen. Wer will den EU-Beitritt der Türkei jetzt? Wer will ihn später? So, und jetzt prügelt euch, während ich euren Kindern beibringe, dass es nichts geileres als interethnischen Sex gibt und alle Rassisten Monster sind, die alle anderen Menschen verduschgasbrennen möchten und von den Zahnfüllungen unterdrückter Unterschichtler stein reich werden wollen.

Das Hypen bestimmter Themen als Ablenkung wirkt sich in einer Demokratie besonders negativ aus. Der Demokrat glaubt an seinen Einfluss. Die Bürger ordnen sich einzelnen Entscheidungsmöglichkeiten zu, übernehmen Verantwortung für sie und verschwenden ihre Energie und Zeit mit dem Kampf gegen Leidensgenossen, während wichtige Dinge im Hintergrund einfach so durchgezogen werden. Kann sich einer noch an eine Abstimmung über die „Entnazifizierung“ und „Multikulturalisierungindoktrination“ unserer Kinder erinnern? Es gab keine.

Demokratie kann auch Einigkeit bringen, wo dies erwünscht ist. Alle Demokraten sind sich einig, dass die Demokratie verteidigt werden muss. In der Regel gegen die NPD. Von erstaunlich vielen höre ich, dass sie wählen gehen oder dass man wählen gehen müsse „damit die Rechten nicht wieder an die Macht kommen“. Da muss eine hohe Dringlichkeit bestehen, die mir entgangen ist. Und selbst wenn die Meinung im Volk so wäre wie von den verängstigten Volksgenossen befürchtet, die Kolonie „Israel“ besitzt eines der größten Atomwaffenarsenale der Welt und Uboote der Dolphin Klasse, mit der sie zu jedem Zeitpunkt vor jeder Küste der Welt auftauchen und einen nuklearen, ähm, Gegenschlag ausführen könnten. Angenommen die NPD bekommt bei der nächsten Wahl die absolute Mehrheit (und bekäme die auch zugesprochen) und würde auch nur daran denken den Nationalsozialismus wieder einzuführen, da würde ein Anruf aus dem nahen Osten genügen mit der Botschaft „sagt mal, das wollt ihr doch nicht wirklich?“ und die Regierenden würden auf Wunsch sogar die Asyl- und Anwerbepolitik ausweiten. Wenn man sich um eine Sache in der BRD überhaupt keine Sorgen machen braucht, selbst wenn man sie theoretisch für besorgniserregend halten würde, dann die eines wiedererwachten Nationalsozialismus. Nicht einmal unter der „Wirtschaftszusammenbruch führt zu rechter Regierung“ Hypothese.
Die „damit die Rechten nicht wieder an die Macht kommen“ Leute wurden ins Demokratiesystem hineingezogen, indem man ihnen eine irrationale Angst vor dem kurzschnäutzigen Belzebub aus dem Schuluntericht antrainiert hat. Früher hat man den Menschen Angst vorm Fegefeuer eingejagt und heute vorm „Gasofen“. Mit Erfolg! Andere Worte. Ähnliche Vorstellung. Dieselbe Wirkung.

Das verschlimmert wiederum das Fehlen der Argumentationsfreiheit. Es entsteht eine Notwendigkeit für Ersatzargumente, die oft die wahrgenommene Prioritätensetzung nicht erklären können. Das kann zum Umgewichten der eigenen Positionen führen – besonders wenn die Diskussion erfolgreich verläuft. Andererseits kann auch ein Verdacht auf versteckten Nationalsozialismus und auf Unehrlichkeit und Unsinnigkeit der Argumente entstehen. Was dann leicht in einem Rückzugsgefecht enden kann, bei dem man im schlimmsten Fall bereit ist sonstwem abzuschwören, um nur heil wieder herauszukommen.

In anderen Regierungsformen könnte ein Bürger seinem Nachbarn leichter mal beispielsweise die schon lange nicht mehr gehörte Aussage mitteilen: „Eins sage ich Ihnen. Unterm Adolf. Unterm Adolf, da hätte es so etwas nicht gegeben.“ (Da mag der ein oder andere einwenden, dass er gläube, der Rückgang der Aussage läge daran, dass immer weniger Menschen leben, die aus eigenen Erfahrungen im nationalsozialistischen Deutschland zu der Einstellung gekommen sind, dass dort Korruption weniger geduldet und auf das Wohl des Volkes mehr Wert gelegt wurde als in BRDRR. Ich will hier nicht dagegen argumentiernen. Das tuen schon genug. Sollen diejenigen sich einfach ein anderes Beispiel ausdenken.)
In einer Demokratie steht der Bürger aber angeblich in Regierungsverantwortung. Und damit besteht, in der Vorstellung naziphober Demokraten, eine konkrete Bedrohung durch den Aussprecher des Satzes. Auch eine persönliche für den Adressaten, der sich zum einen „anstecken“ könnte und zum anderen doch „nur deshalb“ so angesprochen wurde, weil er für einen Menschen gehalten wurde, der für diese Botschaft „empfänglich“ erachtet wurde. Ein Beobachter könnte da auf die Idee kommen, dass es dafür doch einen Grund geben mag.


Einige Bürger lassen sich stärker von der Demokratie einfangen als andere und werden Parteimitglied. Diejenigen, die in Systemparteien bürokratische Verantwortung übernehmen, werden dazu neigen, Probleme, die sie auf den unteren Stufen wahrnehmen, auf das Gesamtsystem zu verallgemeinern. Solange sie selbst schwere bürokratische und organisatorische Probleme haben, werden sie glauben, dass alle Handlungen oben ebenfalls aufgrund ähnlicher Probleme zustande kommen, und ihre pragmatische Sichtweise äußerst glaubhaft unter den Bürgern verbreiten.
Sie haben wahrscheinlich noch weniger Einsicht in das was oben abgeht als ich aber da sie ja politisch tätig sind, werden sie, und auch die die ihnen zuhören, glauben sie sprächen aus Erfahrung.

Parteien (jeder Art) wurden im System integriert um die Bürger zu moderieren. Ein Grundproblem jeder Demokratie (für das Volk), ist dass der Fokus in Richtung der passiven Mehrheit verschoben wird und die aktiven Macher weniger Einfluss finden als ihr Engagement rechtfertigen würde. Parteien werden in der Regel mit der Zeit dazu neigen ihre Aufmerksamkeit weg von wenigen aktiven Radikalen hin zu vielen passiven Schafen zu lenken. Es wäre besser für Mitglieder, wenn sie eine Moderatisierung ihrer Partei unter keinen Umständen akzeptieren. Unter gar keinen!
Da Entscheidungsträger nach Erfolg regelmäßig Geld vom System bekommen werden (und dies nicht wieder verlieren wollen), wird diese jedoch kommen.
Wer sich in einer Partei engagieren will, der sollte auch darauf gefasst sein, dass er mit Nebensächlichkeiten zugemüllt und dass sein Verantwortungsgefühl für Fremdentscheidungen, die in der Partei beschlossen werden, steigen wird.

Für einen „Wähler“ ist eine Parteibindung ein geringeres Problem, wenn auch schlimm genug. Vor der Wahl wird es lange Zeit Diskussionen im sozialen Umfeld geben. Es ist anzunehmen, dass er sich dabei für eine Partei einsetzen wird, die seinen „realisierbaren“ Interessen am besten entspricht. Die Partei wird für ihn (und eine durch sie geformte soziale Gruppe) Ziele definieren, die nicht mit seinen alten Vorstellungen vereinbar sein werden. In der Kurzform sieht das ganz sicher nach einem Bruch mit dieser Partei aus. In der Realität wäre ich mir da nicht so sicher.

Meine Erfahrungen mit beliebigen rechtspopulistischen Parteien in den letzten Jahren:

  • Wahl: Heinz wählt „rechte“ Partei, verteidige sie vor Bekannten und sympathisiert eher mit Menschen die sie genauso sehen wie er.
  • Die Partei setzt „scheinbar“ auf eine clevere Wahlkampfstrategie mit Themen die uns helfen aber nicht rechts aussehen: er verteidigt diese Entscheidung und ärgert sich über politikunfähige Bekannte, die niemals etwas erreichen werden.
  • Partei distanziert sich offiziell von Rechts und besetzt öffentliche Positionen mit Fremdvölkigen: „Haha, diese Fremden verstehen gar nicht mit wem sie sich da einlassen“, denkt Heinz, „Der Rest war doch eh klar. Hat man vorher an der Themenauswahl schon gesehen. Ist aber nur taktisch und die anderen schaffen ja doch nichts.“ Er versucht das ein paar Mal rechten Bekannten zu erklären, dann gibt er auf. Wenigstens bekommt die Partei jetzt etwas Staatsgeld. Das hätten sonst die Linksrotgrünen bekommen. Das kann doch wirklich keiner wollen!
  • Partei wehrt sich gegen Annäherungsversuch von Rechts und wirft „zweifelhafte Personen“ aus der Partei: „Was sonst? Die machen sonst noch alles kaputt.“
  • Partei stellt sich offen gegen Rechts: „Tja, lieber der Spatz in der Hand…“, sagt Heinz da, „Die Partei ist wenigstens gut für die Wirtschaft, aber davon versteht ihr Idioten ja nichts, und dieses Rassenzeug lässt sich sowieso nicht durchsetzen. Abgesehen davon sind mir diese Parteifremdvölkigen lieber als so manche Deutsche …“

Wo ist das bloß schiefgegangen? Im ersten oder spätestens im zweiten Punkt. Eine Partei ist ein staatlich zugelassenes Gebilde eines Systems, das versucht Untertanen zu moderatisieren und gefügig zu machen und sich selbst zu legitimieren. Parteien erfüllen diese Aufgabe und verschwenden obendrein auch noch Zeit und Energie auf bürokratische Hürden und Blödsinn und spalten durch innerparteiliche Machtkämpfe, da vorgeschrieben ist, dass Parteien demokratisch aufgebaut sein müssen.

Rechte Parteien verstärken leider auch den Glaube an die Rückgewinnung Deutschlands als Ziel. (Die Idee, dass wir das Recht dazu haben, ist in Ordnung und gut, aber das Ziel kann es nicht sein und erst recht nicht die Vorstellung, dass sich das demokratisch erreichen ließe. Das war ein Mal. Aus. Vorbei. Kommt nicht mehr.) Dabei ist das soweit außerhalb unserer Reichweite und, bei über einem Viertel Fremder in der BRD, auf der falschen Gesellschaftsebene. Das Ziel muss der Erhalt unseres Volkes sein. Dementsprechend müssen Prioritäten gesetzt und Gemeinschaften und soziale Strukturen gebildet, verteidigt und aufrecht erhalten werden. Zum Glück helfen einige rechte Parteien auch hier. Das sollte und muss die Ebene sein, die wahrgenommen wird.

Ich werde daher hin und wieder eine Partei unterstützen. Es wäre mir jedoch lieber sie wäre nicht Partei. Ein Blick auf Louis Farrakhan und die „Nation of Islam“ zeigt, dass man keine Partei braucht um sich erfolgreich zu organisieren und handlungsfähig zu sein. Eine, sagen wir, „Nation von Odin“ wäre schon ein sehr hohes Ziel.
An eine Rückgewinnung Deutschlands brauchen wir keine Gedanken zu verschwenden.
Im Gegenteil. Wenn irgendwo eine zweistellige Zahl von uns ständig zusammenkommen, könnte man anfangen darüber nachzudenken die Gruppe aufzuspalten. Überwachung und Fremdkontrolle funktioniert am leichtesten in wenigen großen Gruppen. Kleine bis mittelgroße Gruppen, die sich gegenseitig unterstützen und die Wege der anderen tolerieren, sind obendrein flexibler, innovativer und freier. Es ist Irrsinn anzustreben die Kräfte HoGeSa-artig vereint gegen das System zu führen. Die massenmediale Kommunikation, die zentrierte Steuerung und die Exekutive des Systems sind genau darauf ausgerichtet.
Wo andere die Rahmenbedingungen kontrollieren, haben wir im Grunde nichts zu suchen: https://schwertasblog.wordpress.com/2011/09/26/hegemonie/
Die Rahmenbedingungen müssen günstig für uns sein. Wo das nicht der Fall ist und wir diese nicht anpassen können, müssen wir uns zurückziehen. Mehr als Nadelstiche haben dort keinen Zweck.

Wer jetzt denkt, dass das außerhalb seiner Realitäten liegt, (das ist OK) der sollte erst recht nicht über die Rückgewinnung Deutschlands als Ziel nachzudenken.


Genauso wie parteinahe Bürger dazu neigen, die wahrgenommenen demokratischen Hürden auf die Gesetzgebenden zu verallgemeinern, denken viele Unternehmer, die Herrscher müßten hauptsächlich an der Arbeitsfähigkeit ihrer Untertanen interessiert sein und würden deshalb niemals unnötigerweise absichtlich Probleme für ihre Untertanen schaffen.
Klinkt logisch.
Doch was ist unnötig und was ist nötig?
Was wäre, wenn die Herrscher als größtes Problem wahrgenommen werden würden?
Was wäre, wenn die Religion der Herrscher als größtes Problem unter den Religionen wahrgenommen würde?
Was wäre, wenn die Rasse der Herrscher als größtes Problem wahrgenommen werden würde?
Wäre es nicht besser, wenn statt der Herrscher andere Deppen als größtes Problem plaziert werden könnten? Oder als nominelle Herrscher?
Wäre es nicht besser, wenn eine andere Religion angeblich größere Probleme verursacht? Oder Religionen nur als Spinnereien wahrgenommen würden?
Wäre es nicht besser, wenn eine andere Rasse als angeblich größeres Problem wahrgenommen würde? Oder Rassen als gar nicht existen verstanden würden?
Über die Alternativen kann sich dann noch der Pöbel streiten, jedenfalls wären die Herrscher schon mal fein raus.

Ich glaube der Wert der Systemgläubigkeit ist kaum überschätzbar und ein Sack künstlicher und aufgeblasener Probleme ist ein günstiger Preis.

Es ist ein leichtes heutzutage Menschen zu finden, die mit stolzgeschwellter Brust verkünden, die Demokratie verteidigen zu wollen. Die meisten dieser Gesellen würden sich schämen, wenn sie gleiches über die Verteidigung ihres eigenen Volks sagen müssten. Wenn wir die Verteidigung des Systems, das uns regiert, als höchstes Gut verstehen, kann das zwei Gründe haben:

  1. Das Teil ist wirklich super.
  2. Es war denen die uns und unser Schicksal lenken unheimlich wichtig, dass wir dieses System über unser Volk stellen.

Wenn nur das erste gelten würde, könnte das nicht erklären, warum über das zweite nicht mal nachgedacht wird.

Die Frage wie ein Machtsystem am besten im Sinne des Volks auszusehen hätte, an der sich viele gesellschaftskritische Bürger aufreiben, ist ohne realpolitische Bedeutung. Machtsysteme werden von (und allermeistens auch im Sinne der) Machtmenschen errichtet.
Die entscheidende Frage zur Herrschaft ist: Was erwartet ein Herrscher von einem Herrschaftssystem?

  1. Der Herrscher will, dass die Menschen in den entscheidenden Dingen das tun, was er getan haben will.
  2. Der Herrscher will, dass sie es möglichst effizient tun.
  3. Der Herrscher will, dass es so bleibt.

Der erste Punkt wird von allen Regierungsformen gemeistert.

Der zweite Punkt wird bis jetzt (mit Ausnahme volksorientierter Regierungen oder Experimenten in Ostasien) am besten in der Demokratie erreicht. Um den Autor eines AdS-Artikels https://schwertasblog.wordpress.com/2013/02/12/die-demokratie-ist-das-problem/ sprechen zu lassen: „vermittelt die Demokratie ein falsches Gefühl der Freiheit. Damit du dich frei fühlst, ohne frei zu sein.“

Der dritte Punkt muss zu denken geben!
Demokratie ist Herrschaft auf Zeit. Jeder Präsident ist nur wenige Jahre in seiner Herrscherposition. Das steht seinem eigenem Interesse im Wege. (Und auch dem des Volks, da er weniger dazu angehalten ist Verantwortung für das Volk zu übernehmen und mehr dazu Macht vom Volk in seine privaten Wege zu lenken, die ihm auch nach der Amtszeit noch zur Verfügung stehen.) Warum sollten Mächtige ein Machtsystem installieren, dass ihre eigene Macht zerstört?
Eine mögliche Lösung des Problems wäre, dass die Politiker nicht die höchsten Herrscher sind.

Im diesem Sinne würde sich die Demokratie von Diktatur dadurch unterscheiden, dass:

  1. die Unterherren leichter aus- und wieder zurückgetauscht werden können. (Schon kleinere Widerstände können bestraft werden, ohne große Veränderungen zu provozieren oder irrationelle Reaktionen heraufzubeschwören. Der Wettbewerb zwischen den Unterherren fördert wiederum deren Motivation die Untertanen bestmöglich und unter Einsatz kreativer Eigeninitiative im Sinne der Herrscher zu lenken, wenn genau dieses Verhalten belohnt wird.)
  2. die Untertanen effizienter arbeiten als unter einer anderen Fremdherrschaft.

Bei diesen Vorteilen fällt es mir schwer daran zu glauben, dass der Grund warum wir eine Demokratie haben, darin liegen soll, dass diese so unsagbar gut für das Volk sein soll.

Wer möchte kann diese postulierten Oberherren „Großkapitalisten“ nennen oder „Wirtschaftsbosse“ oder welche Bezeichnung man da auch immer persönlich koscher findet.

Ich hatte weiter oben geschrieben, dass ein Tyrann Meinungen nicht so gut manipulieren könne wie ein Demokrat, selbst wenn er es wolle, da bei der Umsetzung geschlampt werden würde, da sie nicht notwendig sei, und mehrheitlich Lippenbekenntnisse erzeugt werden würden. Bei genauer Betrachtung ist dafür keine echte Demokratie notwendig. Es reicht eine brauchbare Simulation. Ein Kasperle-Theater das ein Teil der Manipulateure und die Bürger überzeugen kann. Die Bürger geben dann brav bei Wahlen, Foren, Umfragen, Begegnungsgelegenheiten mit Politikern, usw. Rückmeldung über den Erfolg der Manipulationen. (In dieser Auflistung mit abnehmender Ehrlichkeit). Anhand der Rückmeldung kann die Manipulation angepasst werden. Der Bürger würde also nicht die Grundrichtung der Politik bestimmen, sondern die Art und Weise auf die er sich am leichtesten verarschen lässt.
Wem das gefühlsmäßig bekannt vorkommt, dem würde es nicht schaden seinem Gefühl etwas Gehör zu schenken.


An dieser Stelle muss ich einige Bemerkungen zu Verschwörungstheorien zwischenschieben.
Denn so einige würden bei den letzen Gedankengängen einwenden, dass sich so ein Beherrschen durch Hintermänner nicht geheim halten ließe, dass das Wahlsystem nicht grundsätzlich hintergangen werden könne ohne dass es auffiele und dass so viele Menschen an dem demokratischen Prozess beteiligt sind, dass es unmöglich wäre, dass die alle unter einer Decke stecken. Wer so denkt, der wird in diesem Artikel auch weiterhin Dinge finden, die nicht auf der Idee von Herrschern der Herrscher aufbauen. Einigen anderen Ideen wird er nicht folgen können.

Menschen neigen zu Verschwörungstheorien. Laut Theorie wollen wir für „ungewöhnliche“ Dinge keine gewöhnlichen Erklärungen akzeptieren. Elvis kann nicht einfach tot umkippen. Das ist kein würdiges Ende. JKF kann nicht von einem „geistig verwirrten“ Einzeltäter erschossen worden sein. Da müssen Geheimdienste hinter stecken. Eine große politische Entscheidung kann nicht einfach von einem Kreuzchen abhängen. Da müssen Hintermänner beteiligt sein.

Natürlich sind Hintermänner beteiligt!
Erklär mir sonst jemand die „Spendenaffairen“ des damaligen Kanzlers Kohl und später Finanz- und Innenministers Schäuble! Waren das Belohnungen dafür, dass die beiden den Willen des Volkes demokratische umgesetzt haben?
(Schäuble ist auch immer eine gute Quelle für Realdemokratie. Einer der ehrlichsten Politiker, die wir je hatten:
http://korrektheiten.com/2012/06/26/schaeuble-weg-mit-dem-grundgesetz/
http://korrektheiten.com/2009/10/01/schaeuble-staatsraeson-immigration-integration-neurose/
Unvergessen: „Deutschland ist seit 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr vollständig souverän gewesen.“ http://logr.org/ref/?http://www.youtube.com/watch?v=3TV2OpCmlJc – Soviel zum Wählerwillen der in der BRD demokratisch umgesetzt wird…)
Erklär mir jemand bitte den Sachsen-Sumpf und den Aufstieg vom Tommy! (Wer nicht weiß was damit gemeint ist, frage mal bei Killerbee nach.)
Erklär mir jemand die Demokratisierung der arabischen Welt und den Regierungswechsel in der Ukraine ohne Hintermänner!

Die Geschichte mit den Verschwörungstheorien geht auch anders herum, weil 1. „Verschwörungstheoretiker“ keine Bezeichnung ist, die man sich gerne an den Hut klebt und 2. ein Weltbild, auf das man baut, gefährdet sein könnte, besteht die Neigung oberflächlich Begründungen zu konstruieren oder zu akzeptieren die unangenehme Ideen zu widerlegen scheinen.
Also: JFK kann nicht von Geheindiensten ermordet worden sein, denn dann, wenn ich das glauben würde, wäre ich auch eine Verschwörungsnuss.
Es kann keine Herrscher über Kanzler geben, denn dann wäre unser Regierungssystem Beschiss und wenn das nicht in die Zeitungen käme, dann wäre denen auch kein Stück mehr zu trauen … und außerdem weiß ich, dass bei der letzten Abstimmung über Sanierungsarbeiten bei uns in der Gegend das herausgekommen ist, was auch die meisten Bürger gesagt hatten. Also, kompletter Humbug, Ha!

Einen Paradeweg gibt es leider nicht. Viele Verschwörungstheorien sind leider verrückt, so dass man oft gut damit fährt, diese nicht ernstzunehmen. Außer natürlich in den Fällen wo es anders ist.

Ich tendiere meist dazu Wahlergebnisse in der BRD für annähernd korrekt zu halten. Jeder Wahlbezirk wird veröffentlicht und da müssten doch jeweils Leute einer Partei beim Auszählen dabei sein, die darauf achten.
Abgesehen davon, dass es sich nicht jede Partei personell leisten kann, überall Überwacher aufzustellen.
Abgesehen davon, dass die Bürger in Wut in Bremen, mit ihrer extrem rechtstaatlichen Auffassung, bei einer Wahl genaustens kontrolliert haben und sich aufgrund massiver „Unregelmäßigkeiten“ erfolgreich in den Landtag eingeklagen mussten. Massive Unregelmäßigkeiten zuungunsten rechterer Parteien sind also real.
Abgesehen davon, dass DeeEx nach der letzten Wahl in Berlin darauf aufmerksam gemacht hat, dass 500 Wahlzettel unausgezählt im Mülleimer hinter einem Wahllokal gefunden wurden. Ob da wohl gerade eine Gruppe Wähler vorbeigekommen ist, der man ihre politische Ausrichtung angesehen hat? Oder war das eine Gegenend, in der traditionell mit gesteigerter oppositioneller Stimmabgabe zu rechnen ist? Da hilft es auch nicht mehr bei der Auszahlung genau hinzuschauen. Wo man was entsorgen kann, da kann man häufig auch was austauschen oder hinzufügen.
Abgesehen davon, dass auch Wahlcomputer im Einsatz sind, deren Auszählung uneinsichtig ist und bei Wahlen in den USA auch schon mal 20000 Stimmen vor Inbetriebnahme enthalten gewesen sein sollen.
Ich habe mich mit den detailierten Vorgängen von Stimmabgabe bis Ergebnisbekanntgabe noch nicht vertraut gemacht. Das oben sind Dinge, die mir über den Weg gelaufen sind, die ich nicht übersehen konnte. Wenn ich mich reinknien würde, würde ich mehr finden. Trotzdem halte ich unsere Wahlergebnisse eher für halbwegs glaubwürdig. Warum auch immer. Ich würde dafür aber nicht meine Hand ins Feuer legen.

Es braucht auch keine Wahlfälschung um den Wählerwillen zu umgehen.
Der erste Auslandseinsatz der Bundeswehr wurde unter einer Regierung der Peace-Partei „die Grüne“ geführt.
Der größte Sozialkahlschlag kam ebenfalls unter diesen Grünen und den „Sozis“.
Der entgültige Atomausstieg mit Vertragsbruch kam unter CDU und FDP, wenn ich mich nicht irre.
Sorry. Von der Umsetzung des Wählerwillens kann ich nichts erkennen. Das muss der Wille von jemand anderem gewesen sein.
Beim letzten Punkt mag man streiten, dass Aufgrund der damaligen Situation der Wille der Bürger anders als bei der Wahl war.
Beim ersten Punkt definitiv nicht.
Beim zweiten Punkt mag man streiten, dass Aufgrund von wirtschaftlichen Zwängen keine andere Möglichkeit bestand den Haushalt in den Griff zu bekommen. Ich interessiere mich nicht für Finanzscheiß aber das war die Regierung mit Joschka-Grenzen-auf-Fischer. Seitdem hat es unter anderem eine Weltwirtschaftskriese, mehrere Millionen Zuwanderer in die BRD, Schuldenrisikoübernahme für ganze Staaten, Umschichtung von billig Atomstrom auf teuren Ökostrom nach Fukushima, großflächige Hochwasserkatastrophen, Pandemiedemieschutzvorkehrungen und Streitigkeiten mit unserem Gaslieferanten gegeben. Wenn die Hartz-Gesetze damals wirklich eine wirtschaftliche Notwendigkeit gewesen sein sollen, dann müsste ich daraus schließen, dass einige dieser Ereignisse seitdem geplant waren. Gegen den Wählerwillen würde ich in dem Fall vermuten.

Ich will ja auch keine Verschwörungsnuss sein, aber das Demokratie vollständig demokratisch abläuft, ist einfach undenkbar für mich. Ich würde von der Theorie her nicht verstehen, wie sie zustande gekommen ist und warum sie nicht übernommen wurde, falls sie einmal ernsthaft gedacht war. Und ich würde nicht verstehen wie meine Erfahrungen zu dieser Demokratie passen. Die Begründungen dafür, dass es keine Herrscher über Kanzler geben könne, sind unzureichend und irreleitend. Sie sind angenehm, weil man nicht weiter denken braucht und sich wieder in die kuschelige Demokratietheorie wickeln kann aber sie leisten nicht das, was sie versprechen.

Es kann sein, dass der demokratische Prozess teilweise echt ist, aber wenn er zu sehr gegen den Willen der Herrscher verstößt, dann trumpft das jedes Wahlergebnis und jeden Wählerwillen. (Wie in der Einwanderungsfrage.)

In dem Fall gäbe es eventuell eine kleine reale Gewinnmöglichkeit für Menschen die sich auf das Demokratiespiel einließen. Nicht die Freiheit. Nicht die Herrschaft. Nicht das Überleben des eigen Volks. Nur einen Anreiz. Eine Karotte, die ihnen vor die Nase gehalten würde. Wenn sie sich brav auf die Regeln einließen, sich moderieren ließen und Zeit, Energie und Arbeit investierten. Die Regeln sind, aus meiner Sicht, nicht zum Wohle des Volks geschaffen worden.
Geht doch lieber von Tür zu Tür und sagt: „Ich würde gerne mit ihnen über Odin sprechen“ Oder mit der Bibel in der Hand über Ezra.
Demokratie ist wie ein Glücksspiel. Auf lange Sicht gewinnt immer „die Bank“. Wenn die Annahme, dass es wenigstens eine klitze kleine demokratische Einflussmöglichkeit gäbe, falsch war, dann erst recht.

Wir können Regeln befolgen, ohne dass es uns bewusst ist.
Wir erkennen Regeln auch ohne das wir sie explizit genannt bekommen, selbst wenn wir unsere eigene Version konstruieren müssen.
Wir bestrafen Mitmenschen, die sich nicht an Regeln halten.
Wir vermeiden es abseits des Regelsystems zu denken.
Das ist leider auch ein Grund für viele „das kann doch gar nicht sein“ Gedanken.


Es war einmal vor nicht allzulanger Zeit, da trafen Bürger zusammen und redeten über Dinge, die ihnen so richtig auf den Sack gingen. Anschließend einigten sie sich darauf Mistgabeln und Fackeln zu nehmen und geschlossen zum lokalen Verwalter zu ziehen und Änderungen einzufordern. Heute geht das nicht mehr aber die Demokratie bietet geregelte Simulationsmöglichkeiten für diese Verhaltensneigung.
Im Westen sind wir „zivilisiert“.

Bürger treffen sich immer noch und reden. Aber die Themen sind schon großteils vorgegeben. Das sind die Themen über die Politiker und Promis im Fernsehen reden.
Da werden mir einige vorwerfen es sei genau anders herum und in einigen Fällen würde ich dem auch zustimmen. Aber selbst da führen die Politiker und Promis vor, wie man über diese Themen zu reden hat, was noch erlaubt aber mißbilligt ist und wo die Autobahn einsetzt. Zusätzlich zu den Rede- und Denkverboten, die schon einschlägig eingeübt sind. Oft reicht das kontrollierte Reden zwischen den Bürgern.
Denn einer wird schon dabei sein, der fordern wird, nicht einfach nur zu kritisieren, sondern ad hoc einen Gegenvorschlag vorzulegen, der „wählbar“, unter den schlechtest denkbaren Bedingungen noch human durchführbar und kostengünstig ist. Genau die Art von Vorschlag die sich ein Bürger, dem es eh schon sonstwo steht, nach endlosen Überstunden mal eben so politkorrekt aus den Fingern saugt? Was würden diese Leute sagen, wenn sie nach einem schweren Unfall zum Arzt gehen und der ihnen ein Pflaster aufklebt und sagt „Was denn? Wenn sie nicht wissen wie es besser geht, dann halten sie gefälligst die Klappe?“ Also, Demokraten müssten theoretisch antworten: „Sie haben Recht. Entschuldigen Sie bitte meinen entsetzen Gesichtsausdruck. Der war unangemessen. Ich wüsste es auch nicht besser.“

Natürlich ist wäre es besser immer perfekte Gegenvorschläge parat zu haben die das gesamte Volk in dem Wortlaut unterstützt als nur Unzufriedenheit kundzutun. Nur realistisch ist dies nicht.
Es ist erheblich leichter, und wirkt klüger, sich einer vorgekauten Parteilinie anzuschließen. Keine von den „seriösen“ Parteien enthält eine Lösung für die grundlegenden Probleme.
Gesellschaften sind komplex und so gibt es genügend Möglichkeiten sich zu verzetteln. Sie sind so komplex, dass früher oder später schon wieder die Notwendigkeit entsteht Begründungen zu konstruieren und auf wenige Punkte zu konzentrieren, warum man den Weg der einen Partei mit ihren relativen Stärken und Schwächen der anderen vorzieht. Wenn einem ein gesellschaftlich akzeptabler Grund für eine Präferrenz einfällt, ist das Dilema gelöst und die persönliche Gewichtung für die damit zusammenhängende Sachfrage wird aufgewertet. Eine Abwertung könnte schließlich das Problem der Begründungsnotwendigkeit wieder aufkommen lassen. Medien können eine Vorgewichtung erzeugen und ein Angebot gefälliger Gewichtungsgründe präsentieren.
Da andere Menschen andere Gründe, andere ideologische Ansätze und andere Parteien auswählen, entstehen Streitgespräche, die oft nicht Problem-orientiert sind. Peter muss die Begründung, warum (ihm) Parteiweg A so wichtig ist, gegen Horst, der aus anderem Grund an Parteiweg B hängt, verteidigen, während beide oberflächlich über Problem C und dessen Lösung sprechen. Anschließend muss Peter gegenüber sich selber begründen, warum ihm seine Sichtweise über Problem C so wichtig war, dass er sich deswegen mit Horst gestritten hat.

Das kann alles etwas aus dem Ruder laufen. Das demokratische Prinzip bietet eine Lösung. Es ist nicht wichtig was richtig ist, sondern was die meisten Führstimmen auf sich vereinigen kann: „Es ist zwar falsch, aber wenn die Mehrheit so entschieden hat, dann ist es halt so…“ Wer also bereit ist, dass demokratische Prinzip als höchstes Gut anzusehen, kann viele unangenehme Diskussionen zu einem harmischen Ende bringen. Die grundlegenden Probleme werden dadurch nicht gelöst.
Von denen hat man sich schon in dem Moment verabschiedet als man sich auf Parteilinien eingelassen hat.

Sollte trotz demokratischer Stammtischgespräche noch der Drang zu Mistgabeln und Fackeln bestehen, wird dem in einer zivilisierten Welt so entsprochen: Einer der Bürger meldet für einen anderen Tag eine Demonstration an. Wenn den Regierenden diese nicht passt, wird sie entweder nicht genehmigt oder an den Stadtrand gelegt und mit zahlreichen Auflagen belegt. Dort findet am entsprechenden Tag ein entwaffneter Spaziergang mit Pappschildern unter polizeilicher Aufsicht und ggf. Steinhagel und Dokumentationsarbeit der freiwilligen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit statt. Die Bereitschaft zur Entwaffnung wird hier und in anderen Situationen dadurch gestärkt, dass das Gewaltmonopol dem Staat zu geschrieben wird. Und der Staat wird in der Vorstellung des Demokraten durch das Volk, also durch einen selbst, gelenkt. Dieser gedankliche Zusammenhang kann generell zur erleichterten Abgabe von Eigenverantwortung an den Staat beitragen, der, indem er diese annimmt, die Abhängigkeit des Bürgers verstärkt.

Eine weitere Abwandlung des Protestzugs besteht in Form der Bürgerversammlungen.
Bürger treffen sich, weil sie äußerst unzufrieden sind. Sagen wir mal, sie waren „clever“ und haben ihre Wunsch, z.B. getrennt von Türken leben zu wollen, hinter Moscheebaukritik versteckt. (Wahrscheinlich sogar vor sich selbst.) So haben sie es geschafft, dass sogar der Feind (ein Politiker) anwesend ist.
Man ist nervös. Fragt sich, ob man sich wirklich einen Gefallen damit getan hat, sich so offen zu präsentieren. Das Herz pocht. Aber etwas musste getan werden. So ging es nicht weiter. Die ersten seichten Meinungen werden genannt unter zustimmenden Gemurmel. Unter anderem der Kostenpunkt: „Wer soll das bezahlen!“ Das Argument zieht immer! Es ist seriös. Hartz 4 Türke – Go home! Damit kriegen wir unseren Willen durchgesetzt! Ein Bürger meint, er lebe gerne mit Türken zusammen, aber die Infrastruktur reiche einfach nicht aus. Es gäbe jetzt schon zu wenig Parkplätze auf diesem Gelände.
Verwirrung. Was wird denn das jetzt? Ist das das Superargument oder begeht der gerade Fahnenflucht als er dem Feind gegenüber steht. Der Politiker stimmt zu, dass darüber noch nicht genau nachgedacht wurde und es gut sei, schon in der frühen Bauphase auf die lokalen Kenntnisse der Bürger zurückgreifen zu können. Ein Bürger schließt sich der Infrastrukturmeinung an und distanziert sich von „Rechts“. Und noch einer. Wieviele von denen die hier sind werden dem zustimmen? Man war schon nervös als man dachte, die stünden alle hinter einem. Der Typ neben einem murmelt, dass die Parkplätz wirklich nicht ausreichen würden. Er habe heute so und so viel Straßen weiter parken müssen um hier her zu kommen. Man nickt, ja, man selber auch. Was soll man auch sagen? Das Argument ist richtig, geht aber vollkommen an dem dringenden Grund vorbei. Überall in der Stadt ist es schwer Parkplätze zu finden. Deshalb ist doch keiner hergekommen. Sohnemann wird regelmäßig von Türkenclans verprügelt und gedemütigt. Die Tochter beleidigt und begrapscht. Frau traut sich Nachts nicht mehr alleine auf die Straße. Man selber macht seit Jahren einen Bogen um bestimmte Stadtviertel und das eigene droht zu so einem zu werden. Wer zur Hölle redet da von Parkplätzen?
„Und warum sind Sie hier?“ Poch, Poch, Poch. Was sagen? „Ähm, ja, äh … Parkplätze, wissen Sie. Ich kenne da einen fleißigen Türken im Kiosk an der …“
Auf dem Weg nach Hause: Gesteht man sich da als Konservativer ein, dass man gekniffen hat? Obwohl man für einen Augenblick so viel Hoffnung in die Sache gesteckt hatte und bereit war sonstwas aufzugeben, wenn die anderen nur mitgezogen hätten? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Immerhin ließe sich der heutige Abend auch als Etappensieg verkaufen. Wir haben einen Einwand durchgebracht! Die Politik musste auf uns zukommen. Demokratie funktioniert!

Ja, das tut sie – leider.
Ein Rassist, anstelle des Konservativen, wäre hier besser davon ausgegangen, dass diese Veranstalltung extra dafür gedacht ist ihn zu verarschen. Dass politisch wiedermal nichts Gutes dabei herauskommen wird. Wie auch in den letzten Siebzig Jahren nichts Gutes herausgekommen ist. Dass es daher vollkommen egal ist, was demokratisch durchsetzbar ist.
So dass er höchstens die Gelegenheit wahrnimmt zu versuchen die Hand voll Menschen mit denen er in Kontakt kommen kann, aus den Fängen des Herrschaftsystems zu ziehen. Die wollen an ihre große Chance glauben, dass es diesmal was wird und werden nicht auf Wahrnungen hören wollen. Und man kann auch nicht darauf hoffen, dass einem bei Gelegenheit die richtigen Argumente gegen die jeweilige demokratrische Einflussnahme einfallen. Wahrscheinlich wäre jeder andere Ort besser geeignet um Menschen aufzuklären.
(Natürlich ist praktisch immer etwas faul, wenn Politiker einem entgegenkommen, wenn sie nicht total überrumpelt werden. Das sind schließlich die Leute, die mithelfen uns in die Scheiß-Situation hineinzubefördern und dann nur für blöd gehalten werden. Es wirkt die Reziprokation, die Entgegenkommen einfordert. Der Bürger will unbedingt etwas erreichen und hat ein Angebot endlich einmal erfolgreich zu sein oder wiedermal geschlagen abzudackeln. Sein selbst vorgebrachte oder mitgetragene Einwand wird zum Teil des kontrollierten Endprodukts, für das er selbst mehr Verantwortung empfindet – vorallem bei Kritik von Radikaleren, die selber „gar nichts erreicht“ haben. Die Gruppenzugehörigkeit ist in zwei Richtungen ein wenig ungünstig verändert. Der Ratschlag von Cialdini zu analogen Situationen ist, sich dem bewusst zu werden und die Absicht des Politikers als Trick zu verstehen. Aber erzählt mal einem unbekannten aufgebrachten Familienvater, auf seiner „einmaligen Chance“ Veranstalltung auf der er „Fakten schaffen“ will, von Cialdini …)
Ich glaube, es ist das beste, solche Menschen möglichst von allem wegzuführen bei dem Politiker zur Zeit gewillt sind entgegenzukommen. Das heißt insbesondere weg von den Wirtschaftsthemen. Zur Kontaktaufnahme ganz nett, aber irgendwann wäre es günstig, wenn erkennbar wird, dass einem als Deutscher Deutsche nicht nur deshalb lieber sein sollten, weil sie die fleißigeren Arbeiter seinen (was sowieso fragwürdig ist) oder Fremde nur in das Sozialsystem einwandern würden.
In jedem Fall muss das, was auf der Bühne passiert, nebensächlich für Rassisten sein.

Für Menschen die keinen Sinn in diesen demokratisierten Mob-Aktionsformen erkennen können, bietet das System die ultimative Waffe:
Diese Menschen warten mit der Faust in der Tasche bis der große Tag kommt. Wenn es dann so weit ist, dann marschieren sie in ihre alte Schule, stellen sich in eine Schlange und machen auf einem Zettel ein Kreuz bei der AfD. Abends sitzen sie dann vorm Fernseher um festzustellen, ob es was geholfen hat.
Angenommen, echte Wahlergebnisse bilden wirklich die Grundlage für die präsentierten: die Interpretation dieser liegt in der Hand der Medien und die können den Willen des Volkes nahezu beliebig auslegen, also das „Warum er so entschieden hat“. Dabei ist nichts zu blöd. Selbst das „Der Wähler hat sich für die große Koaltition entschieden, jetzt muss seinem Willen auch gefolgt werden“. (Hallo? Ich habe noch keinen Wahlzettel gesehen, bei dem ich Koalitionen ankreuzen durfte. Und selbst im übertragenen Sinne käme es nicht hin. Wenn keine Partei die absolute Mehrheit hat, gibt es immer mehrere Möglichkeiten. Einer einfach verfahrenen Situation wird pauschal eine Volksabsicht unterstellt wurde. Die Medien verzapfen so einen Scheiß und viele „Gebildete“ plappern es gedankenlos nach. Und dann geht es irgendwann so ins Bewustsein ein, dass das Volk es so haben wollte. Ich hätte vermutet, dass die meisten CDU-Wähler das kleinere Übel wählen wollten, weil sie die SPD nicht wollten, und die SPD-Wähler ebenso im umgekehrten Sinn.)

Nachdem was mir zu Ohren gekommen ist, sollen sich hohe Politiker wirklich Sorgen über (offizielle?) Wahlerfolge der NPD machen. Das ist gut nachvollziehbar. Ist diese schließlich auch für die Forderung einer Todesstrafe für Kinderschänder bekannt. (Und diese Politiker ihrerseits für – ich schweife ab.)
Es hat bei mir aber auch den Verdacht geweckt, dass die Wahlbeteiligungsquote und NPD-Quote zwei Maßstäbe sind, mit denen ihre Herren das Politsystem und die Kasperlepuppen beurteilen. Also Wahlbeteiligungsquote runter oder NPD-Quote rauf, sollte höchstens die Qualität des Kasperletheaters verbessern, aber nicht die gesellschaftliche Situation, abgesehen von der Arbeit, die einige Mitglieder der NPD anschließend fernab des Puppenspiels leisten.

Der wählende Bürger denkt jedenfalls oft nicht einmal mehr darüber nach wie er gesellschaftlich Einfluss nehmen kann, weil er immernoch die Kreuzchen- und Fernsehenabendoption hat, mit der er hofft es denen da oben aber so richtig zeigen zu können. Die wenigen die trotzdem aktiv werden, tuen dies dann meist auch noch zu Werbezwecken der Parteien anstatt sich konkret um Probleme, unkonforme Informationsverbreitung und Gemeinschaften zu kümmern.

Gesellschaftlich gefördert wird dieses Verhalten durch den alten Gassenhauer: „Wer nicht mal bereit ist wählen zu gehen, der darf sich auch nicht darüber beschweren, wenn ihm die Politik nicht passt.“

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: „Wer nicht dazu bereit ist jenseits der staatlichen Politvorgaben gesellschaftlich tätig zu werden, der sollte tunlichst auch nicht wählen gehen, wenn ihm die Politik nicht passt.“ Das hat in der Regel unter anderem den Nachteil einen in der Untätigkeit zu halten. „Was machst du gegen die korrupten Politiker?“ „Oh, denen zeige ich’s am Wahltag!“

Es gibt erfolgversprechendere Möglichkeiten Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft zu nehmen. Welche die sogar garantiert etwas bewirken. Angefangen dabei die Situation im eigenen Umfeld unbürokratisch und undemokratisch zu verbessern. Und nicht endend dabei in geeigneten Situationen Politiker zu bestechen. Wie? Du willst keine Politiker bestechen? Also, wer nicht einmal dazu bereit ist einem Politiker ein paar Scheine zuzustecken, der darf sich auch nicht darüber beschweren, wenn ihm die Politik nicht passt! OK, viele von uns sind froh, dass sie gerade genug Geld zum Fressen haben, aber ich denke die Botschaft ist angekommen. Das Grundprinzip dieses Spruchs ist für den Arsch!

Ich scheiße auf mein Wahlrecht! Ich will das Recht Mißstände anzusprechen und gegen sie vorzugehen, soweit es mir möglich ist. Ohne demokratische Auflagen die von den Problemen ablenken. Das lasse ich mir von keinem Demokraten absprechen!

Juden und Christen unter uns wissen noch, dass sich das auserwählte Volk bei seinem Machtstreben nicht auf demokratische (im gutmenschlichen Sinne) Wege verlassen hat. Es hat sie vorbehaltlos erarbeitet. Mit Kopf und so weiter – ich verweise an der Stelle mal auf das Buch Ester, aber die anderen Bücher sind genauso lehrreich.


Wie begeistert die Bürger eines Landes von Demokratie sind, hängt sehr davon ab, in welchem Land sie sind. Beziehungsweise im welchem Land sie aufgewachsen sind. Wer gegenüber amerikanischen Nationalisten die Demokratie kritisiert, wird in der Regel bestenfalls geduldet. Selbst von Menschen die sich mit NS-Utensilien schmücken fallen da Sätze wie „der Nationalsozialismus mag die richtige Staatsform für Europa sein, aber er passt nicht nach Amerika“. In Europa sind wir glücklicherweise noch nicht ganz so schlimm wie in den USA. Das beruht wahrscheinlich auf den Erfahrungen, dass andere Staatsformen, selbst in den Fällen wo sie zunächst einmal keinen besseren Eindruck hinterlassen haben, eben doch nicht 24 Stunden täglich die Hölle auf Erden bedeuten, sondern das Leben für das Volk grundsätzlich normal verläuft. Die Amerikaner haben diese Erfahrungen nicht sammeln können. Auch nicht ihre Eltern oder Urgroßeltern oder Urgroßeltern. Man muss schon einige Generationen in der Ahnenfolge eines durchschnittlichen Amerikaners zurückgehen, bis man auf einen Verwandten trifft, der andere Regierungsformen unbefangen kennen gelernt hat.

In Europa stehen wir demokratiekritisch besser da. Allerdings ist besonders im gemäßigten oppositionelle Bereich der BRD ist ein Gedanke verbreitet: „Wenn wir eine direkte Demokratie durchgesetzt haben, erledigen sich unsere Probleme ganz von alleine“.
Dass diese These so schwer totzukriegen ist, liegt nicht an ihrer Logik. Direkte Demokratie auf nationaler Ebene ist in ihrer Reinform ein Fantasieprodukt. (Wer entscheidet welche Fragen wichtig genug sind, um vom Volk abgestimmt zu werden und ob neue Verhältnisse zu einer Neuabstimmung führen sollten? Wie will man verhindern, dass die eigenen strategischen Kenntnisse in die Hände von Fremdmächte/Staaten kommen, wenn man alles Wichtige öffentlich diskutieren und abstimmen lassen muss? Wie will man verhindern, dass Fremdmächte/Staaten verärgert reagieren, wenn man von ihnen ausspionierte Geheimnisse öffentlich diskutiert, die für wichtige Entscheidungen relevant sind? Welches Vertrauen können Fremdmächte/Staaten in Abkommen haben, die nicht von einem Verhandlungspartner sondern einer Masse stammen? Welcher Arbeitnehmer kann nebenbei hunderte Jura-Paragraphen in Fremdsprachen durcharbeiten? Wie reagiert man auf eilige Probleme? usw.)
Und selbst wer das, warum auch immer, anders sieht, muss doch zumindest davon ausgehen, dass es sich um ein theoretisches Konstrukt ohne Erfahrungswert handelt, das leichtfertig vor das Überleben unseres Volks gestellt wird. „Weil dies ja daraus folgen müsse“, klinkt nach einer Ausrede.

Was es gibt, sind direktdemokratische Elemente in einer parlamentarischen Demokratie. Wie in der Schweiz, die möglicherweise etwas besser dasteht als die BRD, aber trotzdem im Eiltempo überfremdet wird. Von „dann erledigen sich unsere Probleme“ kann keine Rede sein.

Der Gedanke hält sich nicht wegen seiner brillianten Schärfe, für die Menschen wie ich zu blöd sind, sondern, weil es gesellschaftlich angesehen ist. Die ganzen „bösen“ Ziele können, gegen ein „gutes“ Ziel eingetauscht werden, zunächst ohne sie aufzugeben. Und dann kann ich mich öffentlich hinstellen und sagen „Ich! bin ein guter Demokrat!“ wo ein „Ich bin ein guter Rassist!“ ganz andere Reaktionen hervorrufen würde. Wer sich aber dazu entschließt, in solcher Gesellschaft Botschaften zu verkünden, der sollte darauf achten, dass er dies nicht in der Absicht tut, Beifall zu erhalten, sondern den Weg zur Aufklärung der Zuhörer zu fördern. Die Zustimmung von Unwissenden mag sich gut anfühlen, ist aber in sich inhaltlich wertlos.

Das Lieblingsargument von einigen Demokraten, für die Überlegenheit der direkten gegenüber der indirekten Form, war, zumindest als ich mir diese Diskussionen noch angetan habe: „Wenn die Bürger über den EU-Beitritt der Türkei abstimmen würden, würde diese nicht aufgenommen werden“.
Mag ja sein. Aber wenn Politiker über den EU-Beitritt abstimmen auch nicht. Die Türkei ist nicht in der EU. Immernoch nicht! Da wurde ein Problem theoretisch gelöst, das es gar nicht gab. Womit soll man den ganzen Kleinere-Übel-Wählern denn Angst machen und sie bei der Stange halten, wenn das Argument wegfällt, das so schön zieht wie kein anderes? (Es darf auch bezweifelt werden, dass die Türken sich die Abermillionen Neger mit Aids und anderen Seuchen antuen wollen. Den Türken der Türkei wurde Ehre und Rassismuss noch nicht abtrainiert. Deswegen hat man Millionen von ihnen dahin geholt, wo dass Erziehungskonzept besonders gut funktioniert. Ich rechne mit einer Rückreise oder einem Austausch „userer“ Türken, die die Türkei dann von innen verwestlichen und zerstören.)

Bevor die Türkei in der EU ist, wenn überhaupt, sind die Deutschen der BRD alleine durch Zuwanderung, Familien- und Vermischungspolitik, schon zu einer Minderheit gemacht worden. Wenn es jemals einen EU-Beitritt geben wird, dann entweder, CDU-AfD geführt oder nach einer (notfalls manipulierten) Volksabstimmung, um dem Unmut den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Denn dann kommt sich der Bürger ja selbst verantwortlich dafür vor. Und: er hat ja „alles versucht“.


https://schwertasblog.wordpress.com/2012/10/08/anmerkungen-zu-populismus-elitismus-und-demokratie/#comment-27533

Alle Gedanken in Richtung “die menschliche Natur müsste anders sein als sie ist”, sind verkehrt. Wenn die Demokratie schlechte Regierungen hervorbringt, ist die Demokratie falsch, nicht das Volk.

Die zwei Sätze stammen von Osimandia und treffen den Nagel auf den Kopf. (Die Teil-Direktdemokraten dürfen das Wort „Regierungen“ durch „Entscheidungen“ ersetzen und das Gesamtkonzept beurteilen.) Leider wird dieser Zusammenhang zwischen Regierung und Volk bei Diskussionen über Demokratie von einem Berg Entscheidungsfindungsvorgangsregelmüll verschüttet.

Mir ging es in diesem Artikel darum, aus der flachen Demokratiediskussion auszubrechen und dem demokratischen Leser vor Augen zu führen, dass er noch gar nicht richtig über das Konzept nachgedacht hat, das er unnötig verteidigt.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Wir sollten Demokratie nicht nach der Idee beurteilen, die nach gängiger Meinung dahinter stecken soll, sondern nach ihrer Wirkung.

Herrschaft auf Zeit und Gewaltenteilung sind zwei Konzepte, die ich fest mit Demokratie verbinde und die ich (dem Prinzip des vorangegangenen Satzes nach) für von Grund auf volksfeindlich halte. Obwohl sie zuerst toll klingen. (Ich mache bei meiner Verbindung möglicherweise einen Fehler, da z.B. Hitlers Konzept der arischen Demokratie (wie in seinem Bestseller beschrieben) keines der beiden anderen Konzepte in sich trägt. Aber kaum ein Menschen denkt bei dem Begriff Demokratie an die arische.)

Die Betrachtungen des Artikels übertragen sich von der Ein-Staaten- auf die Internationsebene. (Abgesehen davon, das hier Volksnähe und Verantwortung des Herrschers nicht überall möglich sind.) Daher teile ich die weit verbreitete Befürchtung nicht, dass die NWO die Demokratien durch eine Superdiktatur ersetzen will. Dann würden mehr Menschen verstehen, dass sie beherrscht werden und anfangen in ihren „privaten“ Entscheidungen (Ehe und so) wieder fernab der staatlichen Indoktrination zu denken. Das liegt leider nicht im Interesse volksferner Herrscher.

Einen großen Nachteil der Demokratie habe ich mir für den Schluß aufgehoben. Sie eignet sich hervorragend dazu den Volksbegriff zu ersetzen. Der Mensch kann dazu gebracht werden, sich nicht mehr als Mitglied einer echten Gemeinschaft (Familie, Rasse) zu sehen, sondern als Teil eines Regelsystems zur Entscheidunsfindung. Die Familie hat sich als „altmodisch“ und „unpraktisch“ um nicht zu sagen „unpraktikabel“ auf’s Abstellgleis schieben lassen. Die Rasse ist praktisch verboten. Das Objekt, die beherrschte Gruppe, tritt in den Hintergrund und wird von der Tätigkeit, der Entscheidungsfindung verdrängt. Die Denkweise der Demokratie führt weg von sozial-motivierten Gruppenverhalten zu scheinbar freier Individualität unter Führung des Staates, mit angeblich gleichen Rechten und gleichem Einfluss. Das Schlimme daran ist nicht mal das „angeblich“, sondern das eigene Anstreben dieses Zustands. Evolution wird (zumindest von den Bürgern) ignoriert. Was verloren geht ist nicht so leicht wiederzugewinnen. Langfristig erwarte ich in unserer Bevölkerungsdemokratie das Ende echter Solidarität. Das Ende der Basis auf der sich echter Widerstand bilden könnte.
Ich weiß, dass fast jeder menschliches Moralempfinden als konstante und objektive Instanz wahrnimmt aber das ist es nun mal nicht.

Nun muss es in einer Demokratie nicht zwangsläufig zur Ersetzung des Volksverständnis kommen, aber es kann. Stärker als in ander Staatsformen.
Und zur Zeit tut es das bei uns. Ja, ich bin auch der Meinung, dass dabei nachgeholfen wird. Aber das ist nun mal so und wird auch so bleiben.

Eine nicht-idealisierte Diskussion über Vor- und Nachteile halte ich bei der Bewertung der Demokratie für vorteilhaft. Hier nochmals einige nachteilige Thesen zusammengefasst. (Ich habe ganz sicher einige vergessen und eine Menge noch gar nicht erkannt).

Demokratie

  • versteckt Herrschaft, Herrscher und langfristige Ziele.
  • macht es für Regenten unattraktiv sich für ihr Volk einzusetzen.
  • führt die Begrifflichkeit und das Denken weg von „Volksgemeinschaft“ zu „Entscheidungssystem“.
  • führt zu Regeldenken, bei dem selbst der Widerstand im Sinne der Herrscher geregelt ist. (indirekt: „nicht mehrheitsfähig“ und direkt)
  • ersetzt Sinnhaftigkeit durch Konsens.
  • tut so als gäbe es keine Evolution.
  • führt zu Personifikation von Problemen in seinen Mitbürgern.
  • teilt und beherrscht das Volk.
  • führt zu Manipulation der Untertanen.
  • lenkt von wichtigen Themen auf aktuelle und „realisierbare“ ab und erhöht deren Stellenwert unangemessen.
  • lenkt ab von lokalen gesellschaftlichen Einflussbereichen, auf staatstragende imaginäre Ziele.
  • moderatisiert die Opposition.
  • lähmt die Opposition durch Fokussierung auf nichtradikale Elemente. Verlagerung vom Aktiven ins Passive.
  • führt zur Übernahme von Verantwortung an dem System.
  • führt zur Abgabe von Eigenverantwortung an das System.
  • dient als Zerrspiegel der öffentlichen Meinung.
  • führt zu Verteidigungsbereitschaft der Bürger für ein Konzept unter dem sie aussterben. (Inklusive der Einstellung, dass nicht die Demokratie falsch sei, sondern die Bürger.)

Thesen zu Vorteilen sind leicht anderswo zufinden und mit Sicherheit bekannt. Ich kann einen persönlichen Vorteil hinzufügen: Als ich mir Gedanken gemacht habe ob ich die NPD wählen könne, wollte ich mich persönlich davon überzeugen, wieviel von deren Parteiprogramm mit Hitlers „mein Kampf“ übereinstimmt. Ich habe dann beide Texte zum ersten Mal gelesen und war von einem der beiden begeistert. Ein eindeutiger Pluspunkt für mich, den ich zugunsten der Demokratie verbuche.

Ein Gedanke zu „demokratrick

  1. osimandia

    Das ist ein hammermäßig guter Artikel, reinigungskraft!

    Ich komme auch schon seit einiger Zeit mehr und mehr auf den Gedanken, dass man Demokratie nicht so sehr als politisches System betrachten sollte, sondern als ein System, das (den Fremdherrschern genehme) Wahnvorstellungen auslöst. Es geht viel weniger um das Wählen an sich als um das, was die Wählerei in der Psyche derer bewirkt, die es wichtig nehmen.

    Daher gehe ich auch schon eine ganze Weile mit einem Artikel über die psychologischen Auswirkungen der Demokratie um. Jetzt bist Du mir zuvorgekommen – aber das ist gar nicht schlimm. Ich werde ihn vielleicht dennoch schreiben und dabei aus Deinem zitieren. Ein Bildchen von einem typischen Wähler 😉 habe ich dazu schon gemacht, bloß noch nicht viel mehr als ein paar Absätze geschrieben … erst das Vergnügen, dann die Arbeit.

    Demokratie hat viel mehr mit Massenhypnose als mit Wählen zu tun, und kann bei extremer Ausprägung mit Fug und Recht als Geisteskrankheit bezeichnet werden. Ich argwöhne inzwischen sogar, dass die Demokratie nicht nur eine Voraussetzung sondern sogar weitgehend identisch mit dem ist, was als „die Matrix“ bezeichnet wird, in der unsere Gedanken gefangen gehalten werden.

    Das erklärt auch, warum Nichtwählen so verpönt ist. Auf die Politik hat es gar keinen Einfluss, aber es birgt die „Gefahr“ in sich, dass der Betreffende die Matrix verlässt.

    Einen frohen letzten Rest vom Weihnachtsfest wünsche ich Dir.

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