Bürgerjournalismus

Auf unserem Blog sind wir uns des begrenzten Informationswillens der professionellen Medien bewusst. Die Publikationswege des Internets bieten uns Bürgern zumindest in einigen Bereichen die Möglichkeit Lügen die uns aufgetischt werden offen zu hinterfragen und aufzuzeigen. Niemand kann eine fehlerfreie Aufarbeitung erwarten. Wir können froh sein, dass selbst unter repressiven Bedingungen Bürger sich selbst engagieren und publizistisch handeln.

Auf meinen Streifzügen durch das weltweite Netz bin ich von Manfreds Korrektheiten aus auf einen Artikel der Frau beer7 gestoßen:

http://anonym.to/?http://beer7.wordpress.com/2012/11/27/juden-vergiften/

In diesem Artikel hinterfragt die Qualitätsbloggerin (wie Manfred sie mal genannt hat) einen Presseartikel aufgrund ihrer naturwissenschaftlichen Kenntnisse (oder Wikipedia). Ihre Ausführungen sind nicht perfekt, aber einer ihrer Leser hilft aus und greift in einem Kommentar korrigierend ein. Auch das gehört zum Bürgerjournalismus.

Beer7 schreibt für ihr Volk, von dem sie meint, es seie gefährdet. Wir haben keine Ahnung wie sie darauf kommt, aber da wollen wir uns gar nicht einmischen. Sie sieht es halt so. Wir können daher nicht erwarten, dass ihre Texte unbefangen sind oder das sie uns gefallen. Wir sind nicht wie sie. Sie schreibt für ihr Volk und wir für unseres. Wir schreiben an unser Volk und sie … gut sie schreibt auch an unser Volk, da auch ihre Texte auf Deutsch verfasst sind. Aber ignorieren wir das für eine Weile.

Es gibt einige Handlungen die ihrem Volk immer wieder unterstellt werden und die sich negativ auf das Image ihres Volks auswirken. Es ist nicht so, dass weltweit Museen errichtet werden, in denen angebliche Verbrechen ihres Volks dargestellt werden oder dass weltweit Kinder im Schulunterricht diese gelehrt bekommen oder dass diese in allen Medien in unterschiedlisten Formaten verbreitet werden oder dass das Hinterfragen gesetzlich oder gesellschaftlich verboten wäre oder dass ihr Volk in Gefahr geraten würde Reparationszahlungen leisten zu müssen. Aber ab und zu wird über andere Dinge berichtet, die ihr Volk getan haben soll und die sich mit ganz viel Fantasie so anhören wie eines der historischen Vorwürfe. Mit einer wirklich gigantischen Menge an Fantasie! Das ist nicht schön für sie. Das ärgert sie und wir verstehen das.

Dann fängt sie an zu schreiben. Ihre Wortwahl kann kreativ oder stumpf sein, ihre Informationsaufarbeitung präzise oder vollkommen daneben. Es mag Menschen geben, die sie dafür angreifen. Das kennen wir. Aber sie braucht dabei wenigstens keine Angst zu haben. Es gibt auch nette Leser, die sie korrigieren können. Und am Ende sind alle klüger als vorher. Oder auch dümmer. Aber jeder ist sich bewusst aus seiner Sicht nur das Beste gewollt zu haben und auch darüber, dass die Welt ganz ohne Bürgerjournalismus eine schlechtere wäre.

Man könnte beer7s Artikel aber auch aus einem ganz anderen Blickwinkel beurteilen, der uns sehr vertraut ist. Siehe unseren Artikel: Achtung des Andenkens Verstorbener

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