Widerstand ist eine Geisteshaltung

Einleitend zu Killerbees Artikel Der Fall Nadja Drygalla:

Es ist richtig, dass wir Deutschen uns zu viel gefallen lassen und uns nicht wehren. Aber das ist leider normal. Anderen geht es genauso. Die Menschen die uns kontrollieren haben uns erzogen und vorher Jahrhunderte lang studiert. Gerade der aktuelle Fall legt einen Vergleich nahe. Die Griechen hatten es in der Hinsicht besser. Und jetzt sind sie in einer Situation, wo Aufstände nicht so ungewöhnlich sind und in der es einer breiten Masse egal sein kann was Staat und Antifa von ihnen halten. Trotzdem werden sich die Griechen gefallen lassen, dass ihre Athletin Voula Papachristou auf internationaler Ebene, aufgrund von einem (gar nicht mal schlechten) Witz und einen Verweis auf ein vom Volk gewähltes Mitglied des griechischen Parlaments, abgesägt wurde.

Der größte Teil der Menschen sind Mitläufer.

Damit müssen wir leben. Ein konstruktiver Ansatz geht von den Fragen aus:
Wen können wir wie mobilisieren was zu tun?

Beispiele:


„Wer (was)“

  • Männer eher zu körperlichen Aktivitäten als Frauen.
  • Jugendliche unter 25 sind revolutionsfreudiger.
  • Mischlinge sind revolutionsfreudiger (Henry Fairfield Osborn nennt in seinem Vorwort zu „Passing of the great Race“ fehlende Harmony als auffälligste Eigenschaft von Mischlingen) aber weniger opferbereit (Kin-Selection).
  • Konservative Nationale sind in der Regel sehr opferbereit, solange Ziel und Weg konstruktiv und ehrenhaft sind und auch so von der Gesellschaft anerkannt werden.
  • Sozialistische Nationale sind in der Regel bereit destruktiv zu arbeiten, wenn das Ziel ehrenhaft ist.

Die letzten beiden Punkte sind persönliche Einschätzungen.

Der Mischling-Punkt könnte dazu führen, dass derjenige die Rasse in der er aufwächst für weit weniger aufständig hält als die andere.

Widerstand ist vorerst weniger konstruktiv. Zielorientierte Menschen mit Charaktereigenschaften, die destruktive und ungerechte Wege zulassen, sind hier wertvoller. Die „linken“ Staatsbeauftragten für Schmutzarbeit haben gute Arbeit daran geleistet, die meisten dieser Menschen zu täuschen und in einem Beschäftigungsprogramm gegen eine echte Opposition unterzubringen. Die Einstellung von einigen, aus dem konservativen Millieu Herübergewechselten, auf Menschen herabzublicken, die „selber nichts Konstruktives zustande bringen“, ist nicht hilfreich.


„Wie“

Eine angemessene persönliche Aufforderung ist oft notwendig.
Das Phänomen ist am besten bekannt aus der Situation: Je mehr Autos unterwegs sind, desto weniger helfen bei einem Autounfall. Weil sich da auch jemand anders drum kümmern kann und man auch gar nicht genau weiß wie man sich richtig zu verhalten hat und wenn die anderen dran vorbei fahren, dann scheint es offensichtlich nicht verkehrt zu sein das auch zu tun. Bei einem einzelnen Fahrer entsteht durch die Situation ein persönlicher Bezug.

  • Ein direkter persönlicher Befehl ist nur in Situationen angebracht, in den man Autorität besitzt. (Die Unfallsituation gehört noch halbwegs dazu, da Verunglückte ein gesellschaftliches Anrecht auf Hilfe haben.)
  • Oft ist eine persönliche Bitte angebracht.
    Das betrifft besonders Spendensituationen. Es gab mal eine Art Internetsekte, die lange Zeit ein Verlustgeschäft für den Leiter war, bis er sich beraten lassen hat, wie er die Spendenbereitschaft erhöhen kann. Danach hat er jede Woche erzählt was geleistet wurde, darum gebeten Geld zu spenden, sich anschließend für das überwiesene Geld bedankt und darauf hingewiesen, dass alles nur wegen der noblen Spenden möglich ist. Danach lief der Laden.

    Aus der Sicht eines (potentiellen) Spenders ist das verständlich. Denn warum soll ausgerechnet ich spenden, wenn der Nutzer mir nicht mal signalisiert hat, dass er das Geld von mir haben will. Nachdem ich gespendet habe, ist mein Geld weg. Ich weiß was mir fehlt, aber ich weiß nicht, ob (und wie viel) es genutzt hat. Und dann gehört es noch zum Verhaltenskodex sich zu bedanken, wenn man etwas erhalten hat. Wer den nicht einhält, mit dem macht man keine Geschäfte mehr.

  • In einer Verkaufssituation ist weder Befehl noch Bitte angebracht.
    „Kaufen Sie jetzt diese Schuhe! Aber Pronto!“
    „Bitte kaufen Sie jetzt dies Schuhe! Sie würden mir damit eine große Freude bereiten.“
    Dem Kunden muss gezeigt werden was für ihn das Beste sein soll, da er dem Verkäufer weder die entsprechende Autorität über seine Finanztransaktionen zugesteht, noch primär an dessen Wohlergehen interessiert ist. Wird der Kunde mit hunderten Spezialturnschuhen alleine gelassen, mit denen er sich nicht auskennt und nicht weiß was er machen soll, dann geht er wieder.

„Was“

  • Bewaffneter Aufstand: dafür gibt es so wenig Kandidaten, dass ich mir die Gedanken spare.
  • Streik: ist schwer herbeizuführen. Erst recht, da Gewerkschaften schon die Autorität auf diesem Gebiet haben.
  • Boykott: ist möglich. Wird vereinfacht durch Hinweise auf Alternativen und gezielte, koordinierte Aufrufe. Wird oft unterschätzt, da es „eh nichts bringt, wenn 10 Leute…“, ohne daran zu denken, dass alles was „10 Leute“ ohne Geld anonym tun können „nichts bringt“. Bei so etwas einfachem, können es aber auch mal wesentlich mehr als 10 werden. Richtig effektiv wird es mit unübersehener (also koordinierte) Ankündigung zu einem Zeitpunkt, an dem sowieso (unregelmäßige) Einbußen erwartet werden, von denen das Geschäft dann die Ursache nicht genau zuordnen kann.
    Zum Thema Boykott gehören auch Fragen wie:
    Muss die Besucherzahl von Spon gesteigert werden oder kann man erstmal auf jungefreiheit.de nachsehen oder eine Suchmachine wie duckduckgo.com nach einem Thema befragen?
    Muss der neue Hollywood-Blockbuster angesehen werden und wenn ja dann wirklich für Eintritt im Kino?
    Muss es unbedingt Döner gegessen werden?
  • Devestment: schwer. Die Einen haben kein Geld, dass sie entziehen könnten. Die Anderen hängen zu sehr an ihren Gewinnmöglichkeiten als dass sie es entziehen würden. Falls Alternativen bekannt sind, ist es eher möglich. Leichter ist Staats- und Kirchendevestment: Steuern. (Steuertricks und Anregung zum Kirchenaustritt).
  • Finanzierung von Nationalen und Hilfe für Opfer antinationaler Hetze:
    Das ist begrenzt möglich. Teilweise, da man nicht so richtig weiß, wie man anonym spenden kann. Ich vermute, die Banken, die von Trick-Betrügern verwendet werden, sind geeignet.

    Bei den meisten wird noch ein Platz im Bücherregal für Manfreds „Neue Weltordnung“ frei sein.

    Axel Möller hat um Spenden gebeten, um seine Wohnung beibehalten zu können.

    Opferhilfe ist manchmal mit Boykotts kombinierbar. In einem Fall wie Jessica Leandra Dos Santos http://anonym.to/?http://www.iol.co.za/news/south-africa/model-s-racist-rant-costs-her-1.1289774 wären unscheinbare Nachfragen bei Zeitschriften zu einem ihrer Fotos denkbar, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie auch Geld durch Abstrafung von „Rassisten“ verlieren. Und nein: das offene Visier des Wut schnaubenden Nationalen, der der Zeitschrift ehrlich mitteilt was er von ihr warum hält und nun nichts mehr kauft, ist nicht besser! Von dem haben die Verantwortlichen schon vorher angenommen, dass er sich entsetzlich aufregen wird. Der Anruf liefert keine neue Information.

    Die aktuellen Fälle Nadja Drygalla auf Korrektheiten und Voula Papachristou http://www.thepoliticalcesspool.org/jamesedwards/greek-goddess-voula-papachristou-now-being-called-a-nazi/ sind komplizierter. Sportler produzieren selten etwas Nachfragbares.

    Egal wie man diesen „Rolemodel“ Fällen hilft, das Volk (und die heranwachsenden „Rolemodels“) lernt (lernen) nur, dass „Rassisten“ ihre Position verlieren. Das System wird daher nicht grundlegend in seiner Entscheidung beeinflusst werden. Trotzdem bieten sich kleinere Handlungsmöglichkeiten.


Die Person, die sich am leichtesten beinflussen lässt, ist man selber. Damit stellt sich die Frage: wie und welche Verhaltens- und Denkweisen eingeübt werden können. Entscheidend ist hierbei der Übergang zur Routine. Solange die Gedanken nur bewusst ablaufen, bleibt alles anstrengend und unangenehm.

Das größte Problem sind Ausreden. Wer sich selber die Ausreden schwer macht, ist aktiver. Wer schnell zu der Einsicht kommt, dass etwas Bestimmtes nicht möglich ist und man daher gar nichts tun kann, kann sich angewöhnen stets zu versuchen doch etwas (sinnvolles) zu finden, was doch funktionieren könnte.

Dabei empfiehlt sich anfangs ein mehrschrittiger Prozess, bei dem die eigene Sicherheit erstmal vernachlässtigt wird und erst im zweiten Schritt bedacht wird, bei dem das „was könnte schief gehen“ stärker in dem Vordergrund rückt. Der erste Schritt, sich Aktionsmöglichkeiten auszudenken, ist oft einfach. Das schwere ist der zeite Schritt: der Entwurf des Smokescreens. Die sind kompliziert, können aber trotzdem prinzipbedingt störunanfällig sein.

Nach und während der Planung ist ein Wechsel der Betrachtungsperspektive angebracht.

Wichtig ist, dass das realistisch erreichbare Ziel auch wirklich positiv ist. Einen Plan auszuführen, nur weil er gut ist oder weil man sich selbst darstellen kann oder weil man unruhige Finger hat, ist nicht zielführend.

Eine Denkweise, die das Planen sehr erleichtert, ist die Angewohnheit Schwachstellen zu suchen. Seiten wie http://anonym.to/?http://schneier.com können dabei helfen eine solche Geisteshaltung zu entwickeln. Diese Seite dreht sich hauptsächlich um die virtuelle Welt, aber das Prinzip ist das Entscheidende.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s